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Antike Tempel

Antike Tempel in Ägypten

Antike Tempel in Ägypten

Kultur- und Geschichtsinteressierte kommen bei einer Reise ins kulturelle Oberägypten voll auf ihre Kosten. Ein Grund dafür sind die unzählige aus der Hochkultur erhaltenen Tempelbauten, die bereits zahlreiche Reisende zuvor in ihren Bann gezogen haben. Ägypten ist ein Land, dessen Hochkultur diese faszinierenden Bauwerke hervorgebracht hat, die uns Tag für Tag, bei jedem Besuch in ihren Bann ziehen. Kaum in einem anderen Land kann man auf so engem Raum so tolle und solch eine große Anzahl faszinierender Monumente bestaunen wie in Ägypten. 

Begleite uns auf die Reise ins Land der Pharaonen, in das Reich des alten Ägypten und erfahre hier mehr zu folgenden geschichtsträchtigen Meisterwerken des antiken Ägypten: Hatschepsut-Tempel, Tempel von Abydos, Hathor Tempel, Karnak Tempel, Tempel von Luxor, Tal der Könige (Theben West), Chnum Tempel - Esna, Kom Ombo, Isis Tempel (Philae), Ramses Tempel (Abu Simbel) sowie dem Horus Tempel. Diese können im Rahmen einer Nilkreuzfahrt oder bei einem Ausflug vom Hotel aus besucht werden.

 

Die Tempel Ägyptens – Ein Bauwerk für die Götter

Architektur war auch im antiken Ägypten eine Staatsangelegenheit. Vor allem das Bauen im großen Stil war in jeder Dynastie des alten Ägypten von herausragender Wichtigkeit. Bei der Vielzahl an Göttern ist es auch nicht verwunderlich, dass man in Ägypten unzählige Tempelbauten findet, denn die Tempel waren im alten Ägypten zur Erhaltung und Entfaltung göttlicher Kraft gedacht. 

So wundert es auch niemanden, dass die größten und beeindruckendsten Hinterlassenschaften, die das Volk am Nil hinterlassen hat, neben den Pyramiden ihre einzigartigen Tempel waren. Die Tempel waren aber nicht alle gleich. Es gab Gottestempel, Totentempel, Provinztempel und Sonnentempel - je nach Dynastie und Epoche - sowie auch kleinere Tempelanlagen. In Ägypten wurde im Bau eines Tempels der Bezug der Menschen zur Göttlichkeit und der kosmischen Mystik ausgedrückt. So ist es auch nicht verwunderlich, dass großartige Tempel, riesige Säulenhallen, kolossale Statuen und prächtige Bauwerke von den Göttern und ihrem Wirken erzählen. 

 

Die Bedeutung der Tempel in Ägypten

Die Tempel im alten Ägypten kann man auch nicht mit den Gotteshäusern der heutigen Religionenvergleichen. Im alt-ägyptischen Tempel waren reine „Wohnungen der Götter“. Dort, so glaubte die Bevölkerung des alten Ägypten, würden sie auch gegenwärtig existieren und von dort aus, den Bestand der Schöpfung garantieren. Symbolisch gesehen waren Tempel eine Art verkleinerte Welt, die zwar aus dem Chaos entstanden ist, sich aber stetig gegen das Dunkle behaupten müsste. Oder anders: die alt-ägyptischen Tempel waren symbolische Modelle des Kosmos und gemeinsam mit den Pharaonen für den Fortgang des Weltenlaufs mitverantwortlich. Somit waren die Tempel Wohnstätten der göttlichen Mächte, was auf alt-ägyptisch hut-netscher, „Haus des Gottes“, hieß. 

Die Tempel wurden immer aus Stein gebaut, da Stein das Material der Unvergänglichkeit und für die Ewigkeit bestimmt war. So wurden die Gräber und Tempel aus Stein gebaut, während die Wohnbauten - auch die der Pharaonen - aus Lehmziegeln bestanden. Darin zeigt sich die große Bedeutung, die die Tempel für das Volk und die Pharaonen hatten. Aber nicht nur die Götter wohnten in den Tempeln. Unzählige Tempelbedienstete und eine große Anzahl an Priestern wohnten in den Tempeln. 

 

Die Lage Tempel im alten Ägypten

In der Nähe des Nils oder eines Kanals standen die meisten Tempel. Deshalb waren sie auch mit großen Anlegeplätzen mit dem Nil verbunden, wobei vom Fluss bis zum Tempel große Prozessionswege führten, die meisten mit Sphingen, Widder- oder Falkenköpfen gesäumt waren, die Schutz bringen sollten. 

Die Totentempel, in denen der Totenkult für den jeweiligen Pharao vollzogen wurde, lagen hauptsächlich am Westufer des Nils. Die Ägypter glaubten nämlich, dass sich hier das Totenreich befinden würden, wohin der Pharao nach seinem Tod gehen würde. 

 

Das Aussehen der Tempel

Die meisten Tempel sind sandsteinfarben. Das war aber nicht immer so. Zur Zeit der Pharaonen waren sie bunt bemalt und auch dekoriert. Die Tempel wurden als Abbild der Welt gestaltet. Die Decke, die oft mit Sternen bemalt worden war, symbolisierte den Himmel, der Boden symbolisierte das Land, auch Kemet genannt, aus dem die Pflanzen sprossen. Ab dem Neuen Reich, sprich von der 18. Dynastie bis zur 20. Dynastie oder ca. 1550 – 1070 v. Chr., war der Boden durch Sträucher gekennzeichnet, die auf die Sockel und Wände gemalt wurden. Die Säulen, die vom Boden in die Höhe ragten, symbolisierten die Blütenstängel. 
Große Fahnenstangen mit kleinen Wimpeln standen vor den Gotteshäusern. Von ihnen wurde die Hieroglyphe für Gott abgeleitet.

Das Äußere des Tempels

Jeder Tempel im alten Ägypten war von einer großen Mauer aus Lehmziegeln umgeben. Diese sollte zum einen den Tempelbezirk abgrenzen, das Innere aber auch vor Unruhen und Aufständen schützen. 

Der heilige See, in dem sie die Priester wuschen und die Reinigungsrituale durchführten, befand sich neben dem Tempel. Das Mammisi war ein kleines Heiligtum, das dem Kind des Gottes sowie seiner Frau gewidmet war und das es erst in der späteren Zeit des ägyptischen Reiches gab. Es befand sich am Ufer des Sees. 

Vor dem Tempel befanden sich Obeliske, die durch ihre eingemeißelten Hieroglyphen von den großen Taten des Herrschers zeugten. Zudem fand man um den Tempel noch riesige Statuen mit dem Abbild der Pharaonen. 

Zwei riesige Pylone befanden sich zwischen dem Eingangsportal, wodurch auch wieder die Pharaonen verherrlicht wurden. Hier wurden sie als glorreiche Herrscher beim Erschlagen der Feinde gezeigt. Viele Tempel hatten nur 2 Pylone. Der Tempel von Karnak besaß gleich zehn Pylone, um die Herrlichkeit in ihrer vollen Größe zu veranschaulichen. 

An der Rückseite befanden sich kleine Schreine. Diese waren für das ägyptische Volk gedacht. Hier konnte es Bitten und Gebete an die Götter richten, Speise- und Trankopfer, aber auch kleine Stelen oder Zeichnungen bzw. auch Statuetten als Opfergaben zurücklassen. 

Die Hieroglyphen, die im Inneren und auch außen auf die Wände gemalt wurden, zeugten von den bedeutenden Ereignissen des Pharaos, Szenen aus der Geschichte Ägyptens, den Festen oder beschrieben die Götter, deren Handlungen oder deren Kennzeichen.

Der Außenhof eines Tempels

Der Außenhof bestand meist aus einem Peristyl, einem Säulenhof. Durch das Portal in den Peristyl kamen die Priester in den Außenhof. Die Säulen für den Peristyl wurden von Herrschern oder bedeutenden Persönlichkeiten gestiftet. In ihnen war auch das Abbild des jeweiligen „Stifters“ eingemeißelt, da sich dieser davon versprach, dass seine Ka-Seele nach seinem Tod dort wohnen und somit den Göttern ganz nah sein konnte. Einige Säulen waren sogar mit Sprüchen geschmückt, wie „wenn du meinen Namen und die Opferformel aussprichst, dann gebe ich deinen Gebete an die Götter weiter“. 

Das Problem daran war, dass sich im Laufe der Zeit unzählige Statuen in den Peristylen ansammelten. Aus diesem Grund hob man einfach große Gruben aus, in die die älteren Statuen hineingelegt wurde. Das ist natürlich ein Glücksfall für die Archäologen, da die Statuen heute noch gut erhalten sind. Im Nordhof des 7. Pylons des Karnak-Tempels wurden über 900 Statuen aus der 20. Dynastie bis zur Ptolemäer-Epoche gefunden.

Das Hypostyl wurde über den Hof erreicht. Das Hypostyl kann auch als „Wald aus Säulen“ bezeichnet werden, der eine steinerne Decke trug, die mit Sternen verziert war. 

Das Allerheiligste war der wichtigste Teil des Tempels. Es befand sich hinter dem letzten Säulenhof - somit war es auch der dunkelste Teil des Tempels. Hier war kein einziger Sonnenstrahl zu sehen. Hier wurden die verschiedensten Kultgegenstände, goldene Objekte, Salben, Öle und prachtvolle Gewänder aufbewahrt, die den Gott erfreuen sollten. 

Der Naos, wo die Statue des Gottes eingeschlossen wurde, befand sich im Hauptraum. Die Schreine für die Kulte und Rituale standen auf der Tempelterrasse, die die Priester über ein paar Stufen erreichten. 

Der Zweck des Tempels

Ägyptische Tempel waren als Kultort der Götter bestimmt. Sie dienten zum einen der Zurschaustellung von Macht und Größe des Pharaos. Zum anderen wurde in den Tempeln für die Einhaltung der Maat gesorgt. Die Maat war die Ordnung, die Gerechtigkeit und das Gleichgewicht der Welt. Chaos, Isfet genannt, durfte nicht entstehen. Die Tempel mir ihren Aus- und Zubauten und die dort stattfindenden Opfer sollten die Götter zufriedenstellen. Im Gegenzug erhielt der Pharao von den Göttern die Macht, die Maat aufrechtzuerhalten. 

Ägyptische Priester und ihr Tun

Die Priester in den Tempeln führten verschiedenste Rituale durch. In den Tempeln wurde den Göttern geopfert, was zahlreiche Opfersäle und Altäre belegen. Die Götter nahmen diese Opfergaben auch in den Tempeln entgegen - so glaubte man - und wohnten auch den Kulthandlungen bei, die von den Pharaonen veranlasst und den Priestern durchgeführt wurden. 

Natürlich war es aber die Hauptaufgabe der Priester, ihrem jeweiligen Gott zu huldigen, wozu strenge Reinheitsgebote eingehalten werden mussten. Aus diesem Grund mussten sich der ägyptische Priester zweimal am Tag und zweimal in der Nacht waschen. Seit der Zeit des neuen Reiches war auch die komplette Rasur des Körpers notwendig, die Nägel mussten kurz geschnitten sein und die Einnahme von scharfen Natronpillen sorgte für die innere Reinheit. 

Der ägyptische Priester lebte aber nicht im Zölibat. Jedoch musste er sich nach dem Geschlechtsverkehr erneut der rituellen Reinigung unterziehen. 

 

Die bekanntesten Tempel des alten Ägypten

In wohl keinem Land dieser Welt gibt es eine solch große Anzahl an Tempeln auf so engem Raum wie in Ägypten. Aus dem Neuen Reich bzw. der Ptolemäerzeit stammen die meisten dieser faszinierenden Bauwerke. Aus dem Alten Reich ist das Sonnenheiligtum von Abu Gurob, welches von König Niuserre erschaffen wurde, sehr bekannt. 

Die bedeutendsten Tempel aus der Zeit der ägyptischen Herrscher sind hier aufgeführt, aber nur kurz angerissen. Über die Verlinkungen gelangst du zu den eigentlichen Artikeln. 

Der Hatschepsut-Tempel

In Deir-al-Bahari findet man diesen Terrassentempel, der der Königin Hatschepsut geweiht war und aus feinem Kalkstein erbaut wurde. In nur 15 Jahren wurde dieser ägyptische Tempel von Senenmut, dem Geliebten von Königin Hatschepsut, einem herausragenden Baumeister seiner Zeit, erbaut. Der Bauplan wurde jedoch nach neuesten Erkenntnissen des Öfteren geändert. Man nimmt an, dass der Bau bereits unter Thutmosis II. begonnen und von Hatschepsut fertiggestellt wurde. 

Kom Ombo

Dieser Tempel stammt aus der Ptolemäerzeit Ägyptens und war den Göttern Sobek und Horus geweiht. Vor allem Horus war ein Hauptgott der frühen Mythologie des Alten Ägypten. Horus war ursprünglich ein Himmelsgott, wurde aber auch zum Königsgott, Welten- bzw. Lichtgott. Außerdem war Horus der Beschützer der Kinder. Im Mittleren Reich wurde Horus zum Gott des ersten und elften oberägyptischen Gaues. Horus wird meist als Falke dargestellt. 

Folgt man den Annahmen der Archäologen, wurde Kom Ombo in mehreren Etappen gebaut. Kom Ombo wurde 1893 unter der Anleitung von J. de Morgan freigelegt. 

Abu Simbel 

Diese beiden in Fels gehauenen Tempel stellen die baulichen Höhepunkte der Herrschaft von Ramses II.dar. Der größere Tempel ist den Göttern Amun-Re, Horus, Ptah und dem vergöttlichten Ramses geweiht. Besonders bekannt sind die beiden 22 Meter hohen Kolossalstatuen von Ramses II. Dieser Tempel wurde bereits als Ramses II. über das Reich herrschte von einem Erdbeben stark beschädigt und musst aufwändig repariert werden. Abu Simbel, eine Tempelanlage, die die Größe von Ramses II. nicht besser darstellen könnte, zählt zu den größten Attraktionen Ägyptens. 

Der Karnak Tempelbezirk (Amun-Bezirk)

In der Nähe von Luxor befindet sich dieser einmalige Tempel, der einen Bereich von 123 ha umfasst. Er diente als Schauplatz für unzählige Feste im ägyptischen Reich, wie dem Opet-Fest, das ein Mal pro Jahr gefeiert wurde. Genau genommen ist der Karnak Tempel oder Amun-Bezirk, wie er auch genannt wird, ein Bauwerk, an dessen Fertigstellung mehrere Pharaonen beteiligt waren. Unter Thutmosis I. erreichte der Karnak Tempel seine Glanzzeit, denn er war für den Bau des Säulensaales verantwortlich. Thutmosis III.und Hatschepsut erweiterten die Tempelanlage von Karnak um eine mit Türmen befestigte Ziegelmauer. Thutmosis III.  war auch für die Vergrößerung des heiligen Sees auf seine heutigen Ausmaße verantwortlich. Thutmosis III. erbaute noch fünf Obelisken für Karnak. Aber auch im Osten des Amun-Bezirks wurde Thutmosis III. aktiv. Hier baute er ein Gebäude mit einem recht ungewöhnlichen Umriss. Ebenfalls im Osten erbaute Ramses II. das Heiligtum der aufgehenden Sonne, in dessen Mittelpunkt der riesige Obelisk von Thutmosis III. stand. 

 

Der Luxor Tempel

In einer der berühmtesten Städte Ägyptens, in Luxor, befindet sich dieser Tempel nicht weit vom Nil entfernt. Besonders berühmt ist die 2,5 km lange Sphingen-Alle, die den Luxor Tempel mit dem Karnak Tempel verbindet. Somit ist auch dieser Tempel in Verbindung mit dem Opet-Fest zu sehen, das zur Tradition Ägyptens gehört. Der Luxor Tempel gilt als eher ungewöhnlich im Vergleich zu den anderen Tempeln Ägyptens, da er eine unübliche Orientierung hat, nämlich nach Norden in Richtung Karnak Tempel und auch seine Dekoration eher unübliche Züge aufweist. Auch am Bau des Luxor Tempel scheinen mehrere Pharaonen beteiligt gewesen zu sein, denn das Tempelhaus stammt aus der Zeit des Mittleren Reiches, der Thutmosidenzeit, der Säulenhof und die 2 Obelisken stammen aus der Zeit Ramses II. Bei der Freilegung des Luxor Tempel wurden 21 Königs- und Götterstatuen gefunden. Heute befinden sich diese im Luxor Museum. 

Kurzum, Ägypten ist auf jeden Fall eine Reise wert! Vor allem im Herbst und Winter sind nicht nur die Preise günstiger. Auch das Wetter ist wie gemacht, um die Kultur in vollen Zügen zu genießen und vor allem zu erleben! In Ägypten wird Geschichte lebendig!

  

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